Famoudou Konate mit seinen Wassertrommeln
Famoudou Konate, ehemals Solotrommler des afrikanischen Staatsballetts, gibt Percussionworkshops in ganz Europa, oftmals mit Schlagzeugern der internationalen Top-Acts. Er gibt dabei sein Wissen über die Rhythmik und Spielweise nicht nur von Bongo- und Congapatterns, sondern auch der Instrumente seiner afrikanischen Heimat in Guinea (Zentralafrika) weiter. Auf einem dieser Workshops traf er mit dem Pianisten und Schulmusiker Bernhard Joerg und dem Percussionisten Hamidou zusammen, die auch von der Kultur und Ursprünglichkeit des afrikanischen Grooves in den Bann gezogen wurden. Es entstand ein reger Austausch von Wissen, Emotionen und Ideen, der unter Anderem auch den Besuch in Famoudou´s Heimatdorf zur Folge hatte. Famoudou selbst ist um den Erhalt des afrikanischen Kulturguts seines Stammes (Malinke) bemüht, und veröffentlichte bereits zwei CDs mit Liedern und Tänzen, auch mit Unterstützung des Museums für Völkerkunde Berlin. Seine Idee war nun, die urprünglichen Lieder, meist bestehend aus einem liedtypischen komplexen Rhythmus und einer schlichten, doch rhythmisch anspruchsvollen Melodie, möglichst original zu übernehmen, und mit europäischer Harmonik und Instrumentierung zu versehen, ohne den Grundcharakter zu verdecken. Gedacht, getan. Nach einer Planungs- und Vorbereitungsphase, in der Famoudou seine ersten Wunschliedkandidaten aussuchte und Bernhard Joerg sie in Notenschrift umsetzte, es existierten bis dato keine Niederschriften der Musik, da sie ausschließlich durch Nachspielen überliefert werden, ging man daran Arrangements vorzubereiten und die musikalische Grundrichtung festzulegen. Da Famoudou nur einen Teil seiner Zeit in Europa verbringt, hat man sich entschlossen, die Grundarrangements ohne ihn zu machen, und sie mit ihm überarbeitet, damit die Originalität erhalten bleibt. Begeistert werden konnten dafür der Gitarrist Dirk Hess und der Saxophonist Heymo Hirschmann. Und mit Edda Lang wurde auch eine kompetente Stimme gefunden.Um das Ganze als Bandprojekt umzusetzen, muss man natürlich erst einmal zusammen ausprobieren, ob das so zusammenpasst, wie man sich das vorstellte. Dazu mietete Famoudou kurzerhand den Nagelhof in der Nähe von Spalt (Mfr.) und man nahm einige Stücke auf, nachdem man sich eingegrooved hatte. Mit Friedel Pohrer fand man auch einen Bassisten, der sich, obwohl sehr kurzfristig eingesprungen, innerhalb kürzester Zeit im afrikanischen (Off-)Beat mittreiben ließ. Die Ergebnisse dieser Workwoche stimmten uns sehr positiv, und jetzt suchen wir noch nach der endgültigen Komplettbesetzung um im Frühjahr 2000 dort anzuknüpfen, wo wir im Sommer 1999 aufhörten. Ein Veranstalter war von dem Demo spontan begeistert und engagierte uns vom Fleck weg für Mitte 2000 in Bamberg. Nähere Infos und aktuelle Termine sind künftig hier zu finden.
Ein Stück dieser Arbeit stellen wir zum Download im mp3-Format bereit, damit Sie sich eine Vorstellung über die musikalische Seite machen können. Wir haben das Lied Kebendo in voller Länge sowohl in niedriger Qualität (LQ) als auch in hoher Qualität (HQ) konvertiert, um Ihnen auch mit etwas niedrigerer Datenübertragungsgeschwindigkeit die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild zu machen.
Zum Datei-Download bitte auf den entsprechenden Link klicken:
Kontakt: e-Mail heymo@humantouchmusic.de
Zum Schluß noch einige Bilder vom denkwürdigen Zusammentreffen:
Die Sonnenfinsternis am 11. August 1999
Edda Lang, Famoudou, Bernhard Joerg, Dirk Hess (v.l.n.r.)
Heymo Hirschmann, Bernhard Joerg (hinten), Dirk Hess
Hamidou
Famoudou und Edda Lang
Hamidou und Dirk
Bernhard (rechts)
Friedel beim Bassen
Stefan beim Grooven
"Ach, und das haben wir gespielt?!"